
Warum wir oft nicht wir selbst sind
Autor: Zukunfts-Impuls
Veröffentlichung am: 07.08.2025
Letzte Aktualisierung: 13.02.2026
Viele Menschen entdecken ihr Human Design und sagen: „Das erklärt so viel.“ Doch noch wichtiger ist die Erkenntnis, dass ein großer Teil dessen, was wir für unser Selbst halten, erlernt ist. Human Design spricht hier von Konditionierung. Das bedeutet, dass wir im Laufe unseres Lebens meist unbewusst Muster, Glaubenssätze, Verhaltensweisen und energetische Reaktionen aus unserem Umfeld aufnehmen.
Irgendwann in Deinem Leben kommst Du an einen Punkt, an dem Du spürst, dass etwas in Dir nicht ganz stimmt. Es fühlt sich so an, als würdest Du ein Leben leben, das nicht wirklich Deins ist. Manche Entscheidungen fühlst Du nicht und wenn Du ganz ehrlich bist, trägst Du sie auch nicht (mehr) aus freien Stücken. Manche Rollen, so manches Lächeln, die gute Miene zum ungewollten Spiel fühlen sich aufgesetzt und unecht an. Es ist, als würdest Du in geliehenen Kleidern durch die Welt gehen, die Dir nicht passen. Und dennoch bist Du es gewohnt, sie zu tragen. Ganz tief in Dir, wenn Du genau hinhörst, nimmst Du den leisen Ruf wahr, der verhalten flüstert: „Das bin ich nicht…“ Was Dich so fühlen lässt, ist etwas, das unbewusst und tief in Dir schlummert. Es ist das, was man Konditionierung nennt.
Und genau hier beginnt der Weg zurück zu Dir selbst. Konditionierung entfernt Dich von Deinem wahren Selbst. Entdecke, wie Du erkennst, was nicht zu Dir gehört und wie Du durch Human Design, ein stärkeres Körperbewusstsein und mehr Offenheit im Spüren, zu Deiner inneren Wahrheit und damit zu Dir selbst zurückkehrst.
Konditionierung bedeutet, dass Du etwas von außen in Dir aufnimmst, was nicht zu Dir gehört. Du beginnst, es zu glauben, zu denken, zu fühlen und zu leben. Es geschieht subtil, von der Kindheit an und über Jahre und Jahrzehnte hinweg durch:
Erwartungen und Überzeugungen Deiner Familie,
gesellschaftliche Normen und Systeme,
Schulbildung & Leistungsdruck,
emotionale Dynamiken in Beziehungen,
und energetische Einflüsse, z. B. über offene Human Design-Zentren.
Im Human Design wird Konditionierung oft an den offenen Zentren sichtbar. Dort, wo Du empfängst, was andere aussenden, es verstärkst und Dich damit identifizierst. In offenen Zentren verlierst Du Dich am leichtesten in anderen.
Der Weg zurück beginnt mit einem einfachen, aber kraftvollen Schritt: beobachten, ohne zu bewerten oder zu urteilen:
Du zweifelst ständig an Dir, obwohl Du „eigentlich“ alles richtig machst.
Du passt Dich an, um den Frieden zu wahren, auch wenn es Dich innerlich zerreißt.
Du brauchst äußere Bestätigung, um Entscheidungen zu treffen.
Du funktionierst, aber fühlst Dich leer und spürst Dich nicht.
Du willst Dich beweisen, obwohl kein echter innerer Antrieb da ist.
Du hörst Stimmen in Dir, die klingen wie Eltern, Lehrer, Autoritäten, aber nicht wie Du.
Diese Reaktionen sind nicht „falsch“, sondern Überlebensstrategien. Um sie im Alltag zu erkennen, achte darauf: Wenn Dir etwas schwerfällt, Du Dich unsicher und ohne innere Begeisterung dabei fühlst, frage Dich:
„Wem gehört dieser Gedanke?“
„Treffe ich diese Entscheidung aus Angst oder weil es meiner Überzeugung entspricht?“
„Fühlt es sich weit an oder eng?“
Dein Körper kennt und gibt Dir immer die Antwort, nach der Du Dich so manches Mal sehnst, sie aber nicht hören oder ihr nicht glauben kannst. Im Human Design sind Dein Typ & Deine innere Autorität der Kompass. Sie zeigen Dir, wie Du jenseits von Konditionierungen, Entscheidungen triffst. Doch die meisten Menschen wissen das gar nicht.
Wenn Du das Gefühl hast, Du müsstest „etwas tun, um richtig zu sein“, dann ist das nicht Deine Wahrheit, sondern das Echo Deiner Konditionierung. Du musst nicht besser sein, mehr leisten, Dich beweisen, mithalten und gefallen wollen, um „richtig“ zu sein, anerkannt und geliebt zu werden.
Die Wahrheit ist, Du warst nie falsch! Du warst nur verschüttet unter Gedanken, Mustern, Stimmen, die nicht Deine sind. Deine eigene Stimme wurde verdrängt von Erwartungen, Ansprüchen, Prägungen und Erfahrungen oder für „falsch“ erklärt, nur weil sie nicht in die Vorstellung der anderen passte. Und irgendwann können wir uns selbst nicht mehr glauben, unseren Impulsen nicht vertrauen und den Argumentationsketten unseres konditionierten Verstandes nicht standhalten.
Doch Du kannst zu Dir selbst zurückkehren. Schritt für Schritt. Die Reise beginnt, wenn wir unsere Konditionierungen erkennen und auch, welche Geschenke unsere offenen Zentren uns geben.
Jedes offene Zentrum hat typische Konditionierungsthemen:
Offener Kopf → „Ich muss alle Fragen beantworten.“
Offenes Ajna → „Ich muss sicher wirken.“
Offene Kehle → „Ich muss Aufmerksamkeit bekommen.“
Offenes G → „Ich weiß nicht, wer ich bin.“
Offenes Ego → „Ich muss mich beweisen.“
Offene Emotion → „Ich darf niemanden enttäuschen.“
Offenes Sakral → „Ich muss durchhalten.“
Offene Milz → „Ich darf nichts loslassen.“
Offene Wurzel → „Ich muss schneller sein.“
Diese Sätze wirken oft unbewusst, aber sie steuern unser Verhalten.
Dekonditionierung bedeutet nicht, etwas „wegzumachen“. Es bedeutet, diese zu erkennen und sich bewusst zu machen, um aus dem Inneren heraus neu entscheiden zu können. Dekonditionierung ist ein Prozess. Typ, Strategie und Autorität sind Dein Rückweg. Deine natürliche Strategie verhindert unnötigen Widerstand. Deine Autorität verhindert Fehlentscheidungen. Dein Bewusstsein über offene Zentren verhindert automatische Reaktionen. Je mehr Du Dir Deiner Konditionierungen bewusst bist und Deiner inneren Autorität folgst, desto weniger handeln Konditionierungsmuster. Mit jedem bewussten Schritt entsteht weniger Reaktion und mehr Stimmigkeit, weil Du selbst Dein Leben wieder führst.
Wenn Du Deinen Human Design Typ, Deine Strategie, Deine Autorität und Dein Profil bereits durch ein Reading in der Tiefe erkundet hast, ist dieses Reading der nächste Schritt auf Deinem Weg zu Dir:
Konditionierung beschreibt erlernte Muster und Verhaltensweisen, die vor allem über offene Zentren entstehen. Dort nehmen wir Energie von außen auf und identifizieren uns oft damit.
Nicht grundsätzlich. Sie ist Teil menschlicher Entwicklung. Problematisch wird sie erst, wenn wir unbewusst handeln und unsere innere Autorität übergehen.
Dekonditionierung ist ein individueller Prozess. Viele sprechen von mehreren Jahren bewusster Praxis, insbesondere wenn es um tief verankerte Muster geht.
Typische Hinweise sind wiederkehrende Frustration, Druck, Selbstzweifel oder das Gefühl, sich beweisen zu müssen. Oft entsteht dabei ein innerer Widerspruch zur eigenen Autorität.